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Kinder erfinden Notationszeichen


31.08. ging es los. Gebannt hörten die Kinder der Geschichte zu, die es in den kommenden Monaten zu vertonen gilt. Sie staunen über die Vielfältigkeit von Stimme und probieren selbst Geräusche und Stimme aus.

Am 1.9. ist es Zeit für den ersten Komopsitionsauftrag. Nachdem sich die Kinder der Klasse 3/4 mit einer Partitur von John Cage beschäftigt haben, bringen sie ihre Ideen mit Hilfe von graphischer Notation zu Papier.

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Ihnen steht dabei der österreichische Komponist Maxim Seloujanov zur Seite.

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Hier überlegt eine Gruppe mit der Musiklehrerin Birgit Küllmar, welche Zeichen für einen lauten oder leisen Klang infrage kommen.

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Anschließend werden die Stücke live von der Sängerin Eva Resch aufgeführt.

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Aber auch die Kinder machen Musik, erfinden Rhythmen, während Eva Resch eine Melodie mit Vokalen darüber improvisiert.


Komponist aus Wien

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© Frank Tjaben

Maxim Seloujanov, „einer der kreativsten und phantasievollsten Komponisten“ (Münchner Rathaus
Umschau Ausgabe 133) kommt für unsere Kompositionswerkstatt aus Wien nach Marburg. Er wurde in Moskau geboren, lebt in Österreich. Sein Lebensweg ist geprägt von vielfältigen künstlerischen Aktivitäten und der Zugehörigkeit zu verschiedenen kulturellen Räumen. In seinem Werk bezieht er sich sowohl auf die russische Kultur als auch auf Errungenschaften der westlichen Avantgarden. Seloujanov ist Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe und Auszeichnungen. 2006 war er Stipendiat der deutschen Bundesregierung in der Villa Massimo in Rom.

Gemeinsam mit Maxim Seloujanov machen sich die Schülerinnen und Schüler der 3./4. Klasse ab morgen auf den Weg, DAS SCHLOSSGESPENST & der Hartholzrabauke zu vertonen.


Expertin für zeitgenössischen Gesang

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Wir freuen uns, Eva Resch als Expertin im Bereich zeitgenössischer Gesang im Team der Kompositionswerkstatt zu haben. Sie wird den Kindern der Astrid-Lindgren-Schule die vielen Einsatzmöglichkeiten von Stimme zeigen und gemeinsam mit ihnen ausprobieren.

Im Bereich der Neuen Musik gastiert sie international, in der Nähe von Marburg war sie u.a. in der Titelpartie
„Miss Donnithorne`s Maggot“ von Peter Maxwell Davies am Stadttheater Gießen, sowie an der Oper Bonn in der Uraufführung der Multimediaoper „Jenseits der Schatten“ von Vladimir Tarnopolski oder als das Zimmermädchen in Thomas Adès Oper „Powder her face“ unter der Regie von Werner Schroeter zu sehen.



Finanzierung durch den Kulturkoffer Hessen


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© kunst.hessen.de

Enke Eisenberg, die künstlerische Leiterin von musica europa, hat für die Kompositionswerkstatt
SCHLOSSGESPENST durch den "Kulturkoffer" Landesmittel erhalten. Der Förderbescheid
wurde am 7. März von Kunst- und Kulturminister Boris Rhein überreicht.

"Unter 70 Bewerbern sind wir das einzige Projekt aus Marburg, das in diesem Jahr gefördert wird,
außerdem das einzige Musiktheaterprojekt in Hessen", so Eisenberg. "Das ist eine besondere
Auszeichnung für uns und eine Bestätigung für unsere kulturelle Arbeit."

Die Kompositionswerkstatt in Kooperation mit der Astrid-Lindgren-Schule Marburg wird sich über
ein Schuljahr erstrecken. Professionelle Musiker und Musikpädagogen werden mit den Kindern
eine Opernkomposition erarbeiten. Das Ergebnis soll im nächsten Jahr im Rahmen der
Schlossfestspiele 2018 als neue Kinderoper in der "Schlossgespenst"-Reihe gezeigt werden.